Fitness ist dein Leben? Dann achte auch darauf! Kontrolliere deine physische und psychische Verfassung. #9/10

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Fitness soll die Gesundheit unterstützen, nicht behindern

Dieser Grundsatz wird in der Fitnesswelt oft aus den Augen verloren. Es wird tagelang trainiert, ohne Pause, immer härter, immer intensiver, das Trainingsgewicht permanent erhöht, immer mit dem Ziel, schnelles Muskelwachstum, starken Muskelaufbau und größeres Muskelvolumen zu erreichen. Doch dann kommt der Moment, an dem deine Gesundheit und dein Fitnesstraining nicht mehr miteinander kooperieren. Um diesem Moment vorzubeugen, solltest du ein Übertraining deines Körpers und die Überlastung deiner Physis und Psyche grundsätzlich vermeiden.

Schmerzen sind die deutlichsten Indikatoren für falsches Training. Wenn der Körper nicht genug Zeit hat, sich an die steigende Belastung anzupassen, signalisiert er das i.d.R. durch Schmerzen, die aus der Überlastung resultieren. Darunter fallen Schmerzen aufgrund von Entzündungen der Sehnen, die für die Kraftübertragung der Muskelkontraktion auf das Skelett zuständig sind, Risse und Entzündungen in den Muskelfasern, die durch zu hohe Belastung entstehen oder andere stumpfe Verletzung, wie leichte Knochenbrüche und Knorpelschäden, die durch falsche Handhabung der Fitnessgeräte oder falsch ausgeführte Übungen und Training mit zu hohen Gewichten im Kraftsport herbeigeführt werden.

Solltest du erste Anzeichen einer drohenden Entzündung oder Verletzung erkennen, solltest du dein Fitnesstraining (zumindest temporär) unbedingt abbrechen und nach der Ursache suchen. Eine leichte Verletzung oder Entzündung lässt sich im Anfangsstadium noch gut behandeln und generell schnell auskurieren. Wenn die Symptome nach einigen Tagen nicht spürbar abnehmen, solltest du einen Sportmediziner aufsuchen.

Entzündungen im Handgelenk, Knieschmerzen nach dem Beintraining oder Rückenschmerzen nach dem Kreuzheben, die durch “unsauberes” Krafttraining mit zu hohen Gewichten ausgelöst werden, können sich im schlimmsten Falle über mehrere Monate hinziehen, wenn du nicht sofort adäquate Maßnahmen einleitest (möglichst geringe Belastung, Kühlung, Wärme oder entzündungshemmende Mittel) und dein Fitnesstraining vorerst abbrichst. Lass es garnicht erst soweit kommen, denn eine oder zwei Wochen Pause im Trainingsplan werfen dich nicht so sehr zürück, wie ein halbes Jahr eingeschränktes Training, bedingt durch eine chronische Entzündung. Um so ein Szenario zu verhindern, solltest du im Training darauf achten, dass du es nicht mit den Gewichten übertreibst und alle Übungen korrekt ausführst.

Vernachlässige deine Psyche nicht!

Nicht nur die Physis, sondern auch die Psyche kann von Übertraining betroffen sein. Indikatoren sind hier aber eher Schlafstörungen, Müdigkeit oder konstant abfallendes Motivationsniveau. Auch hier sollte das Training etwas zurückgefahren werden, um die Psyche wieder in die richtige Bahn zu bringen. Dein Wille, Ehrgeiz und deine Motivation sind nämlich für das erfolgreiche Fitnesstraining unverzichtbar – doch du solltest nicht zu leichtsinnig damit umgehen.

Achte nicht nur darauf, dass deinem Körper genug Proteine für den Muskelaufbau zur Verfügung stehen und dein Trainingsplan zielstrebig umgesetzt wird, sondern auch darauf, dass dein Körper keinen Schaden nimmt. Deinen Bizeps kannst du schnell wieder aufbauen, deine Gesundheit vielleicht nicht.

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